Fastenhirtenbrief 2021

„Das Leben lieben“ lautet der Titel des diesjährigen Fastenhirtenbriefs unseres Erzbischofs.

Musik an den Fastensonntagen

An den vier ersten Fastensonntagen spielen Bläser der Düsseldorfer Symphoniker in der St. Suitbertus Basilika in Kaiserswerth.

Fastentüten Aktion 2021

Wir werden in diesem Jahr eine Fastentüte anbieten, als Begleiter durch die Fastenzeit hin zum Osterfest.

GEMEINSAM GOTTESDIENST FEIERN

8. Sonntag im Jahreskreis, 28. Februar 2021

Icon St. Agnes

St. Agnes Angermund

Samstag, 18:30 Uhr
Vorabendmesse

11:00 Uhr
Familienmesse

Kloster St. Katharina
9:15 Uhr
Hl. Messe

15:30 Uhr
Vesper

Schloss Heltorf
11:30 Uhr
Hl. Messe

Icon St. Lambertus

St. Lambertus Kalkum

Samstag17 Uhr
Vorabendmesse

9:30 Uhr
Hl. Messe mit den Kommunionkindern

Icon St. Remigius

St. Remigius Wittlaer

Samstag, 17 Uhr
Vorabendmesse

9:30 Uhr
Familienmesse

12:30 Uhr
Hl. Messe

Icon St. Suitbertus

St. Suitbertus Kaiserswerth

8:30 Uhr
Hl. Messe

11:00 Uhr
Hochamt

18 Uhr
Hl. Messe mit Klarinettengruppe der Düsseldorfer Symphoniker

Pastor Dregger Osterkerze 2020

Sonntagsbrief

Sonntag, 21. Februar 2021

 

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn

Das Faszinierende, aber auch das Herausfordernde christlichen Glaubens besteht in der Person Jesu Christi selbst. Zwar entspricht es durchaus einer Tendenz menschlicher Vernunft anzunehmen, dass es so etwas gibt wie Sinn. Das Ungeheuerliche ist aber nun, dass dieser Sinn (der Logos) nicht einfach eine übergeordnete Idee ist (dem würden bestimmt viele Menschen zustimmen können), sondern in Jesus Christus Fleisch wird, in die Geschichte eintritt. Jesus Christus hat nicht einfach eine Botschaft für uns, er weist nicht auf Gott hin, sondern er ist das Wort, er ist Gott, der Sohn.  

Diese Erkenntnis muss für die ersten Christen, die ja von ihrem Herkommen Juden waren, überwältigend gewesen sein. Ausgeformt und durchgerungen in den frühen Konzilien meint das Bekenntnis zu Jesus Christus, dass diese Person nicht einfach Liebe hat, dass man in ihr Person (der Name Jesus) und Werk (das Amt des Gesalbten/ Christus) nicht trennen kann, sondern dass er die Liebe ist. Muss er dann nicht identisch sein mit Gott, der allein die Liebe ist? Und anders herum: Wenn dieser Mensch ganz ist, was er tut, wenn er sich in der hingebenden Liebe, im Sich-Verlieren, selbst findet, ist er dann nicht das Humanum, der wahre Mensch?

Und wenn Gott Liebe ist, ist es dann nicht konsequent zu sagen, dass Er schon vor aller Zeit Gemeinschaft ist, ausgedrückt in unserem Bekenntnis von Vater und Sohn, der eben nicht nachträglich geschaffen, sondern seit Anbeginn aus dem Vater hervorgeht („gezeugt“ ist)?

Das Bekenntnis zu Jesus Christus heißt dann aber auch, dass Anthropologie und Theologie gleichsam in eins fallen. Je mehr ich in meinem Leben auf Christus baue, ihn zu meinem Herrn mache, desto mehr werde ich wahrhaft Mensch und vergöttlicht.

Herzliche Sonntagsgrüße
Ihr Pastor O. Dregger

Warum Präsenzgottesdienste stattfinden

Der gegenwärtige Stand des Corona-Infektionsgeschehens und die Berichterstattung in manchen Medien hat bei einigen Menschen Verunsicherung in Bezug auf die stattfindenden Gottesdienste ausgelöst und die Frage aufkommen lassen, ob die Einstellung öffentlicher Gottesdienste angeraten sei.

Bei allem Verständnis für die Besorgnisse, die uns alle wegen der Pandemie umtreiben, ist es mir wichtig, einige Punkte festzuhalten:

 

  • Laut der Corona-Schutzverordnung sind Gottesdienste unter Einhaltung der Hygieneregeln ausdrücklich gestattet. Die Landesregierung  hält also die Feier der Gottesdienste für verantwortbar. Auch das Erzbistum Köln hat sich sehr für die Feier öffentlicher Messen eingesetzt. Ich denke, niemand sollte sich anmaßen entgegen dem, was die zuständigen Stellen unter Berücksichtigung aller vorliegenden Erkenntnisse erlaubt bzw. geboten haben, Menschen den freiwilligen Besuch der hl. Messe zu verwehren. Für mich persönlich sind die Entscheidungen der Landesregierung und der Diözese zu dieser Thematik absolut nachvollziehbar.
  • Gerne füge ich an dieser Stelle noch einen Absatz aus einem Schreiben an, das der Generalvikar am 8. Januar u.a. an die Pfarrer gerichtet hat:
    „Ich greife bei dieser Gelegenheit nochmals meine Hinweise zur Verantwortbarkeit von Präsenzgottesdiensten auf: Aus Überzeugung habe ich immer wieder betont, dass wir durch unser Hygienekonzept anerkanntermaßen einen hohen Standard des Infektionsschutzes erreicht haben, der es uns ermöglicht, unsere Gottesdienste weiterhin verantwortet feiern zu können. Dies ist erst kürzlich seitens der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina bestätigt worden, so dass wir im Erzbistum Köln bei allen berechtigten Vorsichtsmaßnahmen unser Gottesdienstangebot nicht einzuschränken brauchen. Gottesdienste im Freien und eine bedarfsweise Erhöhung der Gottesdienstzahlen sind gute Ansätze, die Situation noch weiter zu entspannen. Aktuelle Meldungen, von Gottesdiensten würde eine erhöhte Ansteckungsgefahr ausgehen, entsprechen nicht den Erfahrungen der 27 (Erz-)Diözesen, die hierzu in einem kontinuierlichen Austausch stehen.“

    Seit Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste am 1. Mai ist mir kein Fall bekannt, dass eine unter Beachtung der geltenden Vorschriften gefeierte katholische Messe das Infektionsgeschehen negativ beeinflusst hätte.

  • So sehr auch die vielen Online-Angebote von Gottesdiensten und andere gute Initiativen zu begrüßen sind: Sie können nach katholischem Verständnis die Mitfeier der Eucharistie in der Kirche und den Empfang der Kommunion nicht ersetzen, so wie ein Videotelefonat mit einem lieben Menschen zwar eine große Hilfe sein, aber die personale menschliche Begegnung nicht ersetzen kann. Gerade in dieser Coronazeit, in der uns allen die Verletzlichkeit unseres irdischen Lebens bewusster denn je wird, sollen Menschen die Möglichkeit haben, verantwortet die Sakramente zu empfangen, die in uns das göttliche Leben stärken, das selbst durch Tod und Krankheit nicht vernichtet werden kann.

Ob unter den gegenwärtigen Bedingungen jemand am gemeinsamen Gottesdienst teilnehmen möchte oder nicht, ist natürlich der Entscheidung des einzelnen anheimgestellt. Jeder wird hier angesichts seiner individuellen Lebenssituation eine persönliche Abwägung treffen müssen, die –egal wie sie ausfällt- von jedem respektiert werden sollte. Gleichgültig, wie Sie selbst entscheiden: Ich freue mich auf jeden Fall, wenn wir nach Corona hoffentlich wieder in großer Gemeinde um den Altar versammelt sind.

Ich danke an dieser Stelle den vielen Menschen in unseren Pfarreien, die vor allem durch den Ordnerdienst die sichere und verantwortliche Feier der hl. Messen ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen allen von Herzen Gottes Segen und viel Kraft, alle Herausforderungen zu meistern.

Bleiben wir auf jeden Fall im Gebet verbunden, und bleiben Sie und Ihre Familien behütet!

Ihr Pastor
Oliver Dregger     

Fastenhirtenbrief 2021

„Das Leben lieben“ lautet der Titel des diesjährigen Fastenhirtenbriefs unseres Erzbischofs.

Stellungnahme des PGR zur Aufklärung der Missbrauchsfälle im Bistum Köln

Das Erzbistum Köln erlebt in der Debatte um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche eine der schwersten Krisen seiner Geschichte. Gravierende Vorwürfe gegen den Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, stehen im Raum. Zwei Themen stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion: Ein von ihm frühzeitig in Auftrag gegebenes...

Kardinal Woelki nimmt Stellung bei Synodaler Konferenz

Auf der heutigen Konferenz des Synodalen Weges standen die Maßnahmen zur Aufarbeitung und Aufklärung sexuellen Missbrauchs in der Kirche und dabei vor allem die Perspektive der Betroffenen im Fokus. Rainer Maria Kardinal Woelki bedauerte bei der Aussprache, dass durch die Aufarbeitung im Erzbistum Vertrauen verloren gegangen sei. Ihm sei...