GEMEINSAM GOTTESDIENST FEIERN

1. Fastensonntag, 18. Februar 2024

Icon St. Agnes

St. Agnes Angermund

Samstag

18.00 Uhr
Hl. Messe, Schloss Heltorf

Sonntag

10.00 Uhr
Hl. Messe, Katharinenkloster

11.30 Uhr
Familienmesse

Icon St. Lambertus

St. Lambertus Kalkum

Samstag

17.00 Uhr
Vorabendmesse

Icon St. Remigius

St. Remigius Wittlaer

Sonntag

10.00 Uhr
Hl. Messe

 

Icon St. Suitbertus

St. Suitbertus Kaiserwerth

Sonntag

8.30 Uhr
Stille Messe

11.00 Uhr
Hochamt

18.00 Uhr
Hl. Messe

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Stern Weihnachten

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

Zum 1. Fastensonntag im Jahreskreis, 18. Februar 2024 

Der heutige Evangelientext berichtet knapp von der Versuchung Jesu: Nach der Taufe im Jordan und der Herabkunft des Geistes Gottes auf Jesus treibt genau dieser Heilige Geist Jesus vierzig Tage lang in die Wüste. Die Wüste gilt als Ort der Bewährung und die im Alten Testament häufiger vorkommende Zahl Vierzig symbolisiert eine Zeit der Erprobung, des Sich-Findens vor Gott, der Konzentration auf und der Begegnung mit Gott.

Doch in der Wüste begegnet Jesus auch dem Satan, dem personifizierten Bösen, all dem, was Gottes Willen entgegensteht. Jesus aber lässt sich nicht in Versuchung führen, er bleibt auf Gott bezogen und besiegt so das Böse. Der Evangelist Markus sagt dies nicht ausdrücklich, aber er macht dies deutlich, indem er schreibt, dass Jesus in der Wüste mit den wilden Tieren zusammenlebt und dass Engel ihm dienen. Dadurch, dass Jesus der Versuchung des Satans nicht erliegt, stellt er als der „neue Adam“ die paradiesischen Zustände wieder her. Die Herrschaft des Bösen, des Widergöttlichen ist in Jesus zu Ende gegangen. Deswegen kann er, der bei der Taufe als Sohn Gottes benannt wird, im Folgenden die Herrschaft Gottes als Zeit des Heils ansagen.

Mit dem Aschermittwoch hat für uns Christen die vierzigtägige Bußzeit begonnen. Sie lädt uns ein, uns in der Nachfolge Jesu ganz auf Gott und seinen Willen sowie auf das von ihm geschenkte neue Heil zu konzentrieren.

Ihre Beate Kirfel

Zum 6. Sonntag im Jahreskreis, 11. Februar 2024 

Unlängst konnte ich in Catania/Sizilien an den großen Feierlichkeiten zu Ehren der Stadtpatronin, der hl. Agatha, teilnehmen. Das Fest ist eines der größten Heiligenfeiern in der katholischen Christenheit. Unter den vielen beeindruckenden Riten und Prozessionen hat mich ein Ausdruck der Frömmigkeit besonders berührt: Vor Bildern der hl. Agatha, die oft eher unscheinbar an Häuserwänden oder an Straßenecken angebracht sind, sieht man Menschen beten. Sie bringen oft riesige Kerzen und üppige Blumensträuße mit. Die Kerzen gehen, weil es so viele sind, binnen kurzem im Feuer auf, das sich durch die vielen Flammen gebildet hat, und die teuren Blumen verschwinden in einem großen Haufen vor dem Bild der Heiligen. Junge und Alte, Arme und Reiche kommen.

Man ist vielleicht geneigt, einem Reichen zurufen zu wollen, er solle das viele Geld, das er für Kerzen und Blumen ausgegeben hat, doch lieber den Armen spenden, und einem Armen, er möge es für seine Kinder verwenden. Ja es könnte sein, dass mancher eine solche Frömmigkeit, die scheinbar nicht durch das Sieb aufgeklärter Reflexion geschüttelt wurde, stillschweigend belächelt.

Mir fiel dabei ein Wort von Romano Guardini ein: „Die Liebe tut solche Dinge.“

Der Glaube in unserem Land steht manchmal in der Gefahr, in Papier zu ersticken, in Berechnungen und in dem scheinbar so wichtigen Versuch, ihn in die Plausibilitäten unseres Denkens einzuzwängen, damit er besser kommunizierbar wird. Das mag einem verengten Sinn vernünftig erscheinen, erreicht aber nie die Größe und den Glanz jener Menschen, die da still vor der hl. Agatha beten und ihre Gaben bringen.

Manches Burleske erinnert beim Agathafest durchaus ein wenig an unseren Karneval. Auch der Karneval trägt diese Möglichkeit in sich, dass Menschen zumindest für ein paar Tage über die Grenzen des Alltags hinauswachsen, damit das Leben Glanz und Größe bekommt.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
Ihr Pastor O. Dregger